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15. Jahrgang (2012) - Ausgabe 5 (Mai) - ISSN 1619-2389
Ein "Spin-Off" der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Krisennavigator
Mit freundlicher Unterstützung
der Deutschen Gesellschaft für
Krisenmanagement (DGfKM) e.V.

und der Partnerunternehmen:

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Kurzmeldungen

Bundestag - Experten begrüßen geplante Reform des Insolvenzrechts

Berlin - Auf überwiegende Zustimmung der geladenen Sachverständigen ist der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) gestoßen. Diese äußerten sich im Rahmen einer öffentlichen Anhörung des Rechtsausschusses des Bundestags in Berlin. Gleichzeitig warnten die Fachleute vor erheblichen Verzögerungen im Verfahrensablauf, wenn - wie geplant - Gläubigerausschüsse auch für kleinere Unternehmen eingeführt würden. Diese seien allenfalls für Konzerne sinnvoll. Bei Kleinbetrieben würden sie die Pleite eher beschleunigen, so die Meinungen einiger Sachverständiger.

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Zahlungsverhalten - Staatsschulden belasten zunehmend Banken und Unternehmen in Europa

Mainz - Die angespannnte Situation vieler Staatshaushalte führt zunehmend auch zu Problemen bei den Banken und mittelfristig bei vielen Unternehmen. Davon ist der Kreditversicherer Coface Deutschland AG überzeugt. So weisen zahlreiche Länder in Europa derzeit eine negative Tendenz beim Länderrating des Unternehmens auf. Hierzu zählen auch wichtige Handelspartner deutscher Exporteure. Beispielsweise verharren die Bewertungen für Großbritannien und Italien auf einem vergleichsweise schlechten Rating von A3. Bei Spanien könnte es bald zu einer Abstufung von A3 auf A4 kommen. Diese ist bei Irland, Portugal und Griechenland bereits erfolgt.

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Insolvenzverwalter - Scharfe Kritik am BFH-Urteil zum Fiskusprivileg

Berlin - Im Dezember 2010 hatte der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass Umsatzsteuerverbindlichkeiten insolventer Unternehmen als so genannte Masseverbindlichkeiten zu behandeln sind. Damit müssen diese vorrangig und in vollem Umfang an den Fiskus gezahlt werden. Das Nachsehen haben andere ungesicherte Gläubiger, die von ihren Forderungen nur eine Quote erhalten - und das oft erst nach Jahren. Hiergegen richtet sich ein offener Brief dreier Insolvenzrechtsverbände an die Bundesjustizministerin. Die Unterzeichner warnen vor den dramatischen Folgen des Urteils. Danach fließe künftig erhebliche Liquidität aus der Insolvenzmasse ab - zulasten der übrigen Gläubiger und des insolventen Unternehmens.

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Gütesiegel - Insolvenzverwalter sollen Gläubigerinteressen stärker berücksichtigen

Köln - Mit einem neuen Gütesiegel für Insolvenzverwalter will die Gläubigerschutzvereinigung Deuschland e.V. (GSV) das Insolvenzmanagement in deutschen Unternehmen stärker am Sanierungsgedanken und an der Position der Gläubiger ausrichten. Insolvenzverwalter können das Gütesiegel für zunächst drei Jahre beantragen, sofern sie die in der Verfahrensordnung festgelegten Qualitätskriterien wie fremdnützige Vorgehensweise, Unabhängigkeit und Integrität erfüllen. Die fünfköpfige Prüfungskommission sichtet die eingereichten Unterlagen. Außerdem ist eine Prüfung der Angaben vor Ort vorgesehen.

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Kreditmediator der Bundesregierung - In 73 Prozent der Fälle erfolgreich

Frankfurt am Main - Bei stockenden oder bereits gescheiterten Kreditverhandlungen können sich Unternehmen seit März 2010 an Hans-Joachim Metternich, den Kreditmediator des Bundesregierung, wenden. Mit seinem Team in Frankfurt am Main stellt er ein bundesweit einheitliches Kreditmediationsverfahren bereit, um die dringend benötigte Fremdkapitalfinanzierung für Betriebe doch noch sicherzustellen. Das Verfahren wurde gemeinsam mit den Spitzenverbänden der Kreditwirtschaft und den Kammern entwickelt - und kann nach einem Jahr erste Erfolge vorweisen: 722-mal konnte der Kreditmediator Not leidenden Unternehmen das Geld doch noch beschaffen.

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